Saarpolygon in Ensdorf

Am Wochenende haben wir das schöne Wetter genutzt und waren auf der Bergehalde Duhamel in Ensodrf unterwegs. Eigentlich wollten wir uns für den dreistündigen Aufstieg auf den aktiven Vulkan Mount Batur in Bali fit machen. Leider ist die Wanderung zum Saarpolygon kaum vergleichbar mit dem 600 Meter hohen Aufstieg auf einen aktiven Vulkan. Da es aber, soweit wir wissen, in unserem kleinen Saarland keinen vulkanähnlichen Berg gibt, haben wir wenigstens die Bergehalde erklommen, auch wenn sie lediglich 150 m hoch ist. Und was soll ich sagen? Es war eine abwechslungsreiche Sonntagsaktivität, die jeder Saarländer auf jeden Fall mal unternommen haben sollte.

 

 

Geparkt haben wir auf dem Parkplatz am Schwimmbad in Ensdorf. Es gibt aber auch noch einen zweiten Parkplatz am Ortsausgang von Ensdorf in Richtung Fraulautern. Für alle Nicht-Saarländer, sowohl die Bergehalde, als auch die Parkplätze werden im Umkreis von Ensdorf ausreichend ausgeschildert. Von dem Parkplatz am Schwimmbad aus, führen zwei Wege nach oben. Ein "normaler" Weg und ein steiler. Der steile Weg wird ausgeschildert, man kann also nicht versehentlich darauf geraten. Die Wanderung auf dem normalen Weg dauert ungefähr eine halbe Stunde. Wer entspannt nach oben spaziert und eine Pause auf dem Mittelplateau macht, braucht wahrscheinlich länger. Wir hatten weder etwas zu Essen, noch Getränke eingepackt, würden aber empfehlen beides mitzunehmen. Auf der Bergehalde selbst befindet sich nur das Saarpolygon und ein paar Bänke, um die weite Aussicht zu genießen. Es gibt keine Gelegenheit Wasser zu kaufen. Und wenn man, wie wir, in der prallen Sonne zum Saarpolygon spaziert, ist es ratsam genug zu trinken.

 

 

Oben auf der Bergehalde angekommen, kann man die 132 Treppen innerhalb des Saarpolygons nach oben steigen. Die Querstrebe zwischen den beiden "Treppenhäusern" dient als Aussichtsplattform. Das Saarpolygon ist so konzipiert, dass es aus jeder Blickrichtung anders aussieht. Ein wirklich gelungenes Denkmal, das viele praktische Elemente vereint und optisch schön anzusehen ist. Als Denkmal zur Erinnerung an den jahrelangen Steinkohlebergbau im Saarland, der im Juni 2012 endgültig eingestellt wurde, ist das Saarpolygon bewusst auf die Bergehalde des Bergwerks Saar gebaut worden. Bereits aus weiter Entfernung ist das Saarpolygon aus allen Richtungen bestens sichtbar. 

Wer sich für Adrenalin begeistern kann, der hat die Möglichkeit, von der Bergehalde aus einen Gleitschirmflug zu machen. Dies ist allerdings nicht spontan möglich und muss vorher vereinbart werden. Aber allein das Starten mit anzusehen ist schon sehr aufregend.

 

 

Einen Sonntagsausflug zum Saarpolygon können wir jedem empfehlen. Egal ob jung oder alt, mit dem Fahrrad oder zu Fuß, spazierend oder joggend, es ist ein Erlebnis für die ganze Familie und die Aussicht lohnt sich. Da wir am Wochenende des 1. Mai unterwegs waren, und das Wetter sich von der schönsten Seite gezeigt hat, war sehr viel los. Allerdings verläuft sich alles, da jeder seine eigene Geschwindigkeit hat und es - getreu dem Motto: "Viele Wege führen nach Rom!" - mehrere Wege gibt, denen man nach oben folgen kann. 

 

 ° Melina

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Kommentare: 1
  • #1

    Sabine W. (Sonntag, 14 Mai 2017 21:07)

    Das ist eine schöne Idee. Als alte Saarländer werden wir das Saarploygon auf jeden Fall demnächst in Angriff nehmen.